Röntgen – Ablauf einer Untersuchung

Bei einer normalen Röntgenuntersuchung wird der Patient vor einer Röntgenröhre positioniert, die elektromagnetische Strahlen in Richtung der zu untersuchenden Körperregion aussendet. Die Strahlen durchdringen den Körper unterschiedlich stark, abhängig von der Dichte und Zusammensetzung des Gewebes: Knochen absorbieren die Strahlen stärker, während weiches Gewebe oder Luft die Strahlen nahezu ungehindert passieren lassen.

Auf der gegenüberliegenden Seite des Patienten befindet sich ein Detektor oder Röntgenfilm, der die abgeschwächten Strahlen aufnimmt und in ein Bild umwandelt. Die entstehenden Graustufenbilder zeigen die unterschiedlichen Gewebe und Knochenstrukturen und ermöglichen es erfahrenen Radiologinnen und Radiologen, krankhafte Veränderungen oder Verletzungen zu erkennen.

Moderne digitale Röntgengeräte arbeiten mit hochempfindlichen Detektoren, die eine sofortige Bilddarstellung am Monitor ermöglichen und die Strahlendosis individuell an die Größe und das Untersuchungsgebiet des Patienten anpassen. So wird eine sichere, effiziente und präzise Diagnostik gewährleistet.

Bei einer Röntgen-Durchleuchtung:

1. Während der Untersuchung trinken Sie ein Kontrastmittel (meist eine dickflüssige, weiße Bariumlösung), damit die Speiseröhre im Röntgenbild gut sichtbar wird.

2. Während Sie trinken, macht der Radiologe Röntgenaufnahmen in Echtzeit – wie ein kleines Video.

3. Sie werden dafür kurz in verschiedene Positionen gedreht (beispielsweise seitlich oder leicht schräg), was jedoch unproblematisch ist.

4. Die Untersuchung dauert in der Regel nur wenige Minuten.

Was lässt sich damit erkennen?
Ob es Engstellen oder Verengungen gibt
Ob sich die Speiseröhre normal bewegt
Ob der Transport vom Mund zum Magen richtig funktioniert
Ob Rückfluss (Reflux) aus dem Magen auftritt

Ist die Untersuchung unangenehm oder gefährlich?
Die meisten Menschen vertragen das Kontrastmittel gut. Die Untersuchung ist nicht schmerzhaft. Die Strahlenmenge wird so gering wie möglich gehalten.

Vorbereitung und danach:
Sie müssen zu der Untersuchung nüchtern kommen. Sie dürfen am Vorabend zuletzt bis 23:00 Uhr etwas essen und trinken. Nach der Untersuchung dürfen Sie sofort wieder essen und trinken. Ihr Stuhl kann vorübergehend heller sein – das ist völlig normal.