MRT

Magnetresonanztomographie

Die Magnetresonanztomographie (MRT), auch Kernspintomographie genannt, ist eines der modernsten und sichersten bildgebenden Verfahren. Sie ermöglicht hochauflösende Bilder des Körperinneren – ganz ohne den Einsatz von Röntgenstrahlen – und gilt zudem als besonders schonend und komfortabel für Patientinnen und Patienten.

Das Verfahren nutzt die unterschiedlichen elektromagnetischen Eigenschaften des menschlichen Gewebes, um hochauflösende und detailreiche Bilder von Organen, Gelenken sowie größeren Körperregionen zu erzeugen. Moderne MRT-Technologie erlaubt es, Lage, Ausmaß und mögliche Ursachen von Erkrankungen deutlich präziser darzustellen als herkömmliche Verfahren wie Röntgen oder Ultraschall.

In unserer Praxis setzen wir ein 3-Tesla-MRT vom Typ Siemens Magnetom Lumina ein – eines der leistungsstärksten 3-Tesla-Systeme in Deutschland. Der besonders weite Tunnel mit einem Durchmesser von 70 cm sorgt zudem für mehr Komfort während der Untersuchung. Damit zählen wir zu den technisch führenden diagnostischen Praxen in Hamburg.

Einsatzbereiche

Zur Untersuchung von Bandscheibenvorfällen, Tumoren oder angeborenen Fehlbildungen.

Bei Durchblutungsstörungen sowie bei Tumoren und entzündlichen Veränderungen.

Zur Beurteilung von Verletzungen, Entzündungen, Abnutzungserscheinungen und Tumoren.

Um Veränderungen wie Verengungen, Gefäßverschlüsse oder Aussackungen bzw. Erweiterungen der Gefäßwand (Aneurysmen) sichtbar zu machen.

Zur Diagnostik entzündlicher Darmerkrankungen mithilfe der MR-Sellink-Untersuchung.

Bei Durchblutungsstörungen (Verengungen der Herzkranzgefäße, Minderdurchblutung des Herzmuskels), Herzklappenfehlern, Entzündungen und zur Funktionsdiagnostik

Leber, Bauchspeicheldrüse, Milz, Nieren und Nebennieren, Gebärmutter, Eierstöcke, Prostata und Harnblase sowie Entzündungen und Tumore im Hals-Nasen-Ohren-Bereich können natürlich ebenfalls untersucht werden.

Vor der Untersuchung

Sollte Ihnen Ihr Arzt eine der nachfolgenden Untersuchungen verordnet haben, so müssen Sie nüchtern kommen. Essen und Trinken sie zuletzt am Vorabend bis 23:00 Uhr.

  • MRT Sellink oder Hydro MRT
  • MRCP
  • MRT Oberbauch
  • Überweisung, Krankenkassenkarte
  • Falls vorhanden: Implantatausweise
  • Frühere medizinische Voraufnahmen bzw. Vorbefunde 
  • Wenn ein Kontrastmittel geplant ist, benötigen wir einen aktuellen Kreatininwert (zur Überprüfung der Nierenfunktion). Dieser sollte nicht älter als 4 Wochen sein und kann z.B. durch Ihren Hausarzt bestimmt werden. 
  • Ohne Kontrastmittel sind keine Laborwerte erforderlich.
  • Befinden sich Metallteile, Granatsplitter, Implantate o. Ä. im Körper, muss dies vorab telefonisch geklärt werden. Eventuell benötigen wir den entsprechenden Implantatausweis.
  • Bitte informieren Sie uns bei der Terminvereinbarung, wenn Sie unter Platzangst (Klaustrophobie) leiden. Bei Bedarf können wir Ihnen vor Beginn der Untersuchung ein beruhigendes Medikament (Diazepam-Tropfen) verabreichen.
  • Je nach Untersuchungsart dauert die reine MRT-Aufnahme in der Regel zwischen 10 und 25 Minuten.

Bitte beachten

Direkt vor der Untersuchung

  • Portemonnaie, Kleingeld, alle Karten mit Magnetstreifen
  • Mobiltelefon, Uhr
  • Hörgeräte
  • Schmuck, Piercings und andere metallische Accessoires
  • Zahnprothesen (bei magnetischer Befestigung bitte vorher informieren)
  • Schlüssel, Brillen
  • Gürtel, Bügel-BH

Bitte lassen Sie möglichst viele der o.g. Dinge bereits zu Hause.

Während der Untersuchung

Im Gerät entstehen laute Klopfgeräusche mit über 100 dB. Deshalb erhalten Sie Kopfhörer und zusätzlich Ohrstöpsel.

  • Sie stehen während der gesamten Untersuchung über eine Kamera unter Beobachtung.
  • Über die Gegensprechanlage können wir jederzeit mit Ihnen sprechen.
  • Ein leichtes Kribbeln auf der Haut kann auftreten und ist harmlos.
  • Wenn Sie die Untersuchung abbrechen möchten, drücken Sie den Notfallball in Ihrer Hand – wir kommen sofort zu Ihnen.

Bei Herz- und Bauchuntersuchungen ist es notwendig, auf Anweisung der MTR mehrmals kurz den Atem anzuhalten, um eine optimale Bildqualität zu erzielen. Bewegungen können Wiederholungen einzelner Sequenzen erforderlich machen. 

Nach der Untersuchung

Sie erhalten nach der Untersuchung einen Zugangscode mit dem Sie den Befund und die Bilder über unser Online Portal spätestens zwei Werktage (ist das ok oder lieber wieder Folgetag bis 15:00 Uhr) nach der Untersuchung einsehen können. Den schriftlichen Befund und den Bilder-Code erhält Ihr überweisender Arzt bzw. Ihre Ärztin innerhalb von zwei Werktagen. (ist das ok oder lieber wieder Folgetag bis 15:00 Uhr)

Ohne Kontrastmittel müssen Sie nach der Untersuchung keine besonderen Maßnahmen beachten.

Sehr selten können innerhalb von 48 Stunden allergische Reaktionen auftreten. Vor Ort erhalten Sie hierzu eine ausführliche Aufklärung.

  • Nach Beruhigungsmittel dürfen Sie für 12 Stunden kein Fahrzeug führen oder Maschinen bedienen.
  • Auch zu Fuß sollten Sie in diesem Zeitraum nicht alleine unterwegs sein. Nutzen Sie den öffentlichen Nahverkehr bitte nur in Begleitung.
    Unser Tipp: Organisieren Sie eine Abholung oder nehmen Sie ein Taxi.

Wichtiger Hinweis

Bitte besprechen Sie bei der Terminvereinbarung und nochmals vor der Untersuchung, ob in Ihrem Fall ein Beruhigungsmittel oder ein anderes Medikament notwendig ist. Eine Beeinträchtigung der Fahrtüchtigkeit besteht nur, wenn solche Medikamente verabreicht wurden.

Folgende Gegebenheiten können eine MRT-Untersuchung unmöglich machen:

  • Implantierte Defibrillatoren (AICDs), biventrikuläre Herzschrittmacher sowie implantierte Insulin- oder Schmerzpumpen
  • Spezielle Hörimplantate, insbesondere Cochlea-Implantate
  • Neurostimulationssysteme, die zur Schmerzbehandlung eingesetzt werden
  • Metallsplitter, z. B. Granatsplitter oder kleine Metallteilchen unter der Haut (häufig bei metallverarbeitenden Tätigkeiten)
  • Gefäßclips oder Clips im Gehirn, sofern kein eindeutiger Nachweis der MRT-Tauglichkeit vorliegt (z. B. durch ein OP-Protokoll)
  • Bestimmte ältere künstliche Herzklappen – insbesondere Modelle vor 1990 –, die anhand des Herzpasses auf ihre MRT-Verträglichkeit überprüft werden müssen
  • Gelenkprothesen, deren MRT-Tauglichkeit abhängig vom verwendeten Material ist
  • Bekannte Überempfindlichkeit gegenüber MRT-Kontrastmitteln
  • Starkes Übergewicht (über 135 kg)
  • Klaustrophobie: In den meisten Fällen kann die Untersuchung mithilfe von Beruhigungstropfen (Diazepam) durchgeführt werden; im Anschluss ist jedoch das Führen eines Fahrzeugs und die Teilnahme am öffentlichen Verkehr für 12 Stunden nicht gestattet.
  • Schwangerschaft während der ersten drei Monate

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